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Gemütszustände, Subjektivität und verkörperte Beziehung in der osteopathischen Praxis
(Mental States, Subjectivity, and Embodied Relationships in Osteopathic Practice)

Journal: DO - Deutsche Zeitschrift für Osteopathie Date: 2026/07, 24(3):Pages: 32–38. doi: Subito , type of study: article

Full text    (http://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-2700-2098)

Keywords:

article [2586]
clinical reasoning [81]
intersubjectivity [1]
neutrality [2]
osteopaths [260]
physician-patient relations [102]
states of mind [1]

Abstract:

No English abstract available.

Abstract original language:
Osteopathische Behandlung wird häufig mit „Neutralität“ verbunden – als idealer innerer Zustand, bei dem Wahrnehmung und Handeln frei von Vorannahmen sein sollen. Der Begriff ist jedoch unscharf und kann im Praxisalltag eher Druck als Orientierung erzeugen. Ausgehend von einer alltagsnahen Szene (ein Unfall auf dem Weg in die Praxis) und gestützt auf phänomenologische sowie ökologische Konzepte wird gezeigt, wie Gemütszustände (états d’âme) die verkörperte Präsenz, das Zuhören (Listening), die palpatorische Resonanz sowie diagnostische und therapeutische Entscheidungen beeinflussen. Der Beitrag übersetzt zentrale philosophische Begriffe (Subjektivität, Lebenswelt, Leib, Affordanz, Interaffektivität, Interkorporalität) in eine Sprache, die für Osteopath*innen anschlussfähig bleibt, und leitet konkrete Impulse für Selbstführung und Patientensicherheit ab – mit dem Ziel, Wahrnehmung, Kommunikation und gemeinsame Entscheidungsfindung im Alltag robuster zu machen.


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